SPD Hemer

Stellungnahme im Rat zum Neubau des Hallenbades

Ratsfraktion

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

meine Fraktion hat zum Neubau und der Bedarfsdarstellung den „großen Sprung“ (IKZ am 20.02.2019) gewagt und das möchte ich nochmals begründen.

Zunächst aber bin ich froh, dass (bis auf die UWG) alle Fraktionen und der BM bzw. die Verwaltung den Bedarf eines Neubaus eines Hallenbades in Hemer befürworten und auch die Standortfrage nun geklärt ist.

Nun zur Bedarfsdarstellung aus unserer Sicht. Im Stadtspiegel wurde unser Projekt als „Luftschloss oder –bad“ dargestellt. Das sehen wir als SPD-Fraktion anders. Wenn sie alle sich das genau anschauen, haben wir die jetzigen Wasserflächen des Bestandsbades auf dem Hademareplatz auf den neusten Stand optimiert und um ein Kleinkinderbecken erweitert.

 

 

 

Unser Vorschlag ist es, den Bedarf auf die Nutzung der Hemeranerinnen und Hemeraner zu konzentrieren. Das bedeutet, dass wir ein attraktives Bad für Familien, Schulen, Vereine sprich für Alt und Jung entwickeln und bauen müssen. Nichts anderes hat der Gutachter gemacht. Nur im Gegensatz zu seiner Lösung sind wir der Meinung, dass der Sprungbereich erhalten bleiben soll, um auch die Rettungsschwimmerausbildung weiter zu gewährleisten. Den Bedarf dafür haben uns die schwimmsporttreibenden Vereine doch ausreichend und präzise dargelegt.

Wir als SPD-Fraktion wollen kein Spaßbad sondern ein erweitertes Sportbad in Hemer bauen.

Der Vorschlag des Bürgermeisters und der Verwaltung ist deshalb abzulehnen. Der Vorschlag von CDU und FDP ist uns zu sehr funktional auf ein reines Grundbedarfsbad ausgerichtet. Attraktiv ist das für Familien und eigentlich auch für die Vereine nicht und die wollen und müssen wir doch erreichen. Das Bestandsbad zu renovieren ist für uns keine Option.

Zu den Kosten. Keiner von uns weiß heute, was das neue Hallenbad tatsächlich kosten wird. Uns liegt weder eine Ausschreibung noch ein Angebot vor. Ich behaupte, dass – wenn man clever baut – der umbaute Raum sich in Grenzen halten lässt. Bei Bau eines neuen Bades kommt es aber hauptsächlich auf die Kostengruppen 300 und vor allem 400 an. Die von der Verwaltung angenommenen 10 – 13 Mio. € für unseren Vorschlag sind da genauso aus der Luft gegriffen, wie die 7 – 10 Mio. € für den Vorschlag von CDU und FDP. Selbst der Bürgermeister und die Verwaltung wissen nicht, wie teuer ihr Minimalvorschlag werden wird. Die aufgrund der Vorschläge errechneten Zuschussbedarfe sind daher nur fiktiv anzunehmen, da sie sich nicht auf reale Werte beziehen.

 

Das unser Entwurf für ein neues Hallenbad nicht billig wird, ist klar. Wie hat Martin Gropengießer das im HaFiA richtig sinngemäß gesagt: Billig zahlt man zweimal. Das wollen wir nicht.

Als ganz dicke Keule kommt dann das Argument der Erhöhung der Steuern. Meiner Fraktion dies vorzuwerfen ist absurd. Gerade wir haben uns mit CDU und FDP bei den letzten vier Haushalten der Stadt Hemer im Gegensatz zum Bürgermeister immer gegen Steuererhöhungen ausgesprochen.

Vor 46 Jahren hat die Stadt Hemer ein grundsolides Hallenbad gebaut. Wir gehen davon aus, dass das neue Hallenbad auch für einen ähnlichen Zeitraum ausgelegt wird, also um die 40 Jahre. Heute natürlich nach dem modernsten und neusten Stand der Technik.

Ich liste daher nochmals unsere Bedarfsdarstellung auf:

  • 25 x 10 Meter Mehrzweckbecken mit vier (alternativ fünf) Bahnen (mit Teilhubboden, Wassertiefe: 0,00 – 1,80 Meter) und angrenzendem Sprungbereich in L-Form (Wassertiefe 3,80 Meter) und Sprungturm (3 Meter) oder separatem Sprungbereich, Sprungbecken wie im Bestandsbad 8 x 12,5 Meter (Wassertiefe 3,80 Meter)
  • 8 x 12,5 Meter Lehrschwimmbecken (Hubboden, Wassertiefe 0,00 – 2,00 Meter)
  • Kleinkinderbecken (Wasserfläche 40 m², (Wassertiefe 0,00 – 0,30 Meter)
  • Übliche Grundinfrastruktur im Dusch- und Sanitärbereich
  • Barrierefreier Gesamtbetrieb (insb. ebenerdige Verbindung zwischen Kassenbereich und Badehalle)
  • Vereinsraum und Lagerflächen für Kursequipment
  • Zugang über einen Kassenautomaten

„Das Bessere ist der Feind des Guten“. Wir als SPD-Fraktion wollen substanziell etwas besseres wagen. Ein gewisses finanzielles Risiko beinhalten alle Vorschläge, unserer auch.

 

Lassen Sie mich abschließend noch etwas ausführen. Mit der Einstellung, die wir zur Zeit an den Tag legen, hätten wir in 2010 keine Landesgartenschau und keine Umgestaltung des Innenstadtbereichs in Hemer gehabt. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise haben wir es doch geschafft, die enormen Mittel dafür aufzubringen. Der Erfolg waren und sind nicht nur die Besucherzahlen gewesen, sondern auch der nachfolgende Zuzug von vielen Menschen nach Hemer. Wir erscheinen heute etwas mutlos zu sein. Warum eigentlich ?

 

Hans-Peter Klein

Fraktionsvorsitzender

 

 
 

Guck mal, wer da guckt:

Besucher:261017
Heute:35
Online:1
 

Unsere Landtagsabgeordnete

www.inge-blask.de

 

 

Mitmachen statt weggucken

Jetzt Mitglied werden

 

Für uns in Berlin

Zur Internetseite von Dagmar Freitag

 

Für Hemer in Brüssel

Zur Internetseite von Birgit Sippel

 

Neuigkeiten

19.03.2019 20:09 Wir brauchen flächendeckende und leistungsfähige Mobilfunknetze
Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt ein Bundesförderprogramm Mobilfunk vor, um die Regionen zu versorgen, in denen sich Investitionen für Telekommunikationsunternehmen finanziell nicht rentieren. Dort, wo der Marktausbau versagt, muss der Staat eingreifen und für die Infrastruktur Sorge tragen. Nur so können die sogenannten weißen Flecken geschlossen werden. „Noch immer gibt es zahlreiche Funklöcher in Deutschland. Ursächlich hierfür

18.03.2019 15:16 ASF – Frauen verdienen mehr!
Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischen Frauen (ASF) Maria Noichl erklärt: Wie in jedem Jahr bedeutet dieses Datum, dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bis zu diesem Tag umsonst gearbeitet haben. Bedingt wird dies durch einen nach wie vor bestehenden Gender Pay Gap von 21 Prozent in Deutschland, einem der größten in der ganzen

15.03.2019 07:31 AG Selbst Aktiv begrüßt die Einigung der Regierungskoalition zum Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen
Anlässlich der Einigung der Koalition erklärt der Vorsitzende von Selbst Aktiv Karl Finke: Das Bundesverfassungsgericht hatte mit seinem Urteil vom 29. Januar 2019 die Aufrechterhaltung von Wahlrechtsausschlüssen für Menschen, die unter Vollbetreuung aller Angelegenheiten stehen, für verfassungswidrig erklärt. Dies gilt auch für Straftäter, die wegen Schuldunfähigkeit in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Die Karlsruher

Ein Service von websozis.info